Statement der FWG/UWG-Kreistagsfraktion zur aktuellen Sparkassendiskussion!

Auf Basis einer fragwürdigen, öffentlichen Personaldiskussion eine Grundsatzdiskussion über die zukünftige Struktur der Sparkassen im Kreis Gütersloh anzufangen hält die FWG/UWG- Kreistagsfraktion für falsch!
Auch wenn so eine Überlegung aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase und den zurückgehenden Gewinnen vielleicht sinnvoll erscheint, muss ein solcher Schritt auf Basis von Fakten gut diskutiert und wohl überlegt werden. Ein vorschnelles Vorpreschen des Landrates schadet einer solchen Überlegung eher, als dass es hilft. Der Vorstoß sorgt für unnötige Verunsicherung und baut Druck auf, der einer fundierten Diskussion schadet. Die Quintessenz der SPD-Stellungnahme, dass alles gut ist und man so weitermachen kann wie bisher, ist allerdings auch nicht der richtige Ansatz. Jeder, der einen Blick in die Bilanzen und G&Vs der Sparkassen gewagt hat und diese auch lesen kann, sieht deutlich, wie gravierend die Geldpolitik der EZB auf die Institute wirkt. Ein „alles ist gut, wir können so weiter machen“, ist völlig realitätsfern. Sollte das Marktumfeld so bleiben, wie es ist, macht daher eine Fusionsüberlegung mittel- bis langfristig Sinn. Ein weiterer Punkt, der Teil der Diskussion ist, ist das Versagen des Verwaltungsrates der Sparkasse Gütersloh-Rietberg. Teile des jetzigen Verwaltungsrats sind schließlich für die Miesere um den zunächst eingestellten und dann wieder entlassenen Vorstand verantwortlich, dessen Geschichte sich bis heute vor Gericht hinzieht. Dieser Verwaltungsrat hat es jetzt zugelassen, dass über die mögliche Absetzung eines Vorstandes öffentlich diskutiert wird. Solche Diskussionen haben in der Öffentlichkeit nichts verloren und sind darüber hinaus noch demütigend für die betreffende Person. Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die gesamte Situation unglücklich für alle Beteiligten ist. Außerdem schadet sie dem Image der Sparkassen. Die grundsätzliche Idee einer Fusion sollte allerdings nicht sofort verworfen, sondern auf Basis von Fakten genau geprüft werden.

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